«Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine geistige Entwicklung das Wichtigste ist.»

Emmi Pikler

Der Eintritt in die Primarschule ist möglich für Kinder ab ungefähr 6, 7 oder 8 Jahren. In der Primarschule kombinieren die Kinder ihre bisherigen Fertigkeiten und beginnen mit den verschiedensten Materialien produkteorientiert für sich etwas herzustellen. Sie erforschen aktiv ihre Umwelt. Ihre Erfahrungen setzen sie in Bezug zueinander und erkennen mehr und mehr Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten. Die Fähigkeit, logische Schlüsse zu ziehen, ist noch nicht ausgereift. Wenn sie Überlegungen im Kopf anstellen, wollen sie sich durch Ausprobieren mit realen Gegenständen versichern können. Die Primarschulkinder setzen sich intensiv mit Regeln auseinander. Das Zusammensein in Gruppen organisieren sie zunehmend selber. Im Kinderrat werden Regeln und Abmachungen zusammen angeschaut und diskutiert.

Kinder, die uns zeigen, dass sie reif sind für das regelmachende Alter der Primarschulzeit kommen in eine individuelle Übergangsphase, in der sie zwischen Kindergarten und Schule hin- und herwechseln können, bis sie bereit sind ganz in die Schule zu wechseln.